Samstag, 9. Mai 2026

Saisonvorbereitung

Eigentlich nichts weltbewegendes, wie jedes Jahr muss das Boot vor dem Einkranen vorbereitet werden. Die Liste mit den Problemen, die in der letzten Saison aufgefallen sind, muss auch abgearbeitet werden. Ein optisches Erfolgserlebnis ist immer wieder das frische Antifouling auf dem Rumpf.

Frisches Antifouling

Dieses Jahr kommt noch der ausgefallene Tiefenmesser hinzu. Der Transducer war taub und deshalb hatte ich prophylaktisch Ersatz bestellt (Raymarine P7). Messen kann man an dem Teil nicht viel, da es ein Schwingkreis mit Resonanzfrequenz bei 200 kHz ist. Immerhin zeigte mein Oszilloskop an den Transducer-Kontakten die erwarteten 200 kHz Sendepulse. Also war der Plan, den Durchbruch-Transducer zu wechseln. Es war schon ein Kraftakt die Verschraubung zu lösen (Dichtmasse im Gewinde, fehlender Arbeitsraum). Trotz gelöster Verschraubung war der Transducer nicht bereit, sich vom Rumpf zu lösen, da die Dichtmasse ihn bombenfest hielt. So lange nicht klar war, dass der wirklich defekt ist, wollte ich ihn nicht zerstören. Beim Abschleifen des alten Antifoulings fiel mir auf, dass auf der Membran des Transducers ein knapper Millimeter Antifouling haftete. Das habe ich mittels Spachtel entfernt und und die Membran vorsichtig abgeschliffen. Um den Transduder zu testen, muss er im Medium Wasser betrieben werden. Also habe ich mir im Baumarkt 1 m Kunststoffrohr DN50 mit Verschlussmuffe besorgt, mit Wasser gefüllt und mittels Keil unter dem Transducer fixiert.

Wassersäule für den Transducer

Nach Einschalten des Echolots kam sofort die Tiefenwarnung und eine Tiefenanzeige im Display. Der alte Transducer ist also funktionsfähig und war nur aufgrund von Antifouling auf der Membran ausgefallen. Das Ersatzteil war nicht billig und bleibt auf jeden Fall als Reserve im Lager.

Anzeige am Echolot