Dienstag, 28. Juli 2026

Lecksuche bei der Chili

Heute ist endlich mal wieder ein schöner Tag mit Sonnenschein und gemäßigtem Nordwind, der allerdings direkt in meinen Salon bläst. Nach dem Frühstück frage ich bei Sabo nach, wann gekrant wird. Genau weiß er es auch nicht, also warten wir bis ca. 11:30 Uhr bis es endlich los geht. Kurz nachdem die Chili im Wasser ist, gehen wir an Bord und inspizieren die Bilge. Es ist schon etwas Wasser eingedrungen und es strömt weiteres nach. Leider an einer sehr unzugänglichen Stelle wo die Bilge hinten mit dem Schwertkasten verbunden ist. Nach dem umgehenden Auskranen untersuchen wir die Stelle mit der Endoskopkamera und versuchen das Schwert heraus zu nehmen. Leider lässt sich das Schwert nur nach Entfernen des hinteren Haltebolzens lösen und wir geben das zunächst auf. Die Leckstelle ist weder von innen noch von außen vernünftig erreichbar und ich schlage vor, externen Rat einzuholen. Sabo kontaktiert die Neptun-Werft und auch den Werftchef hier vor Ort. Dieser schaut sich später die Leckstelle an und schlägt vor, das Boot vorn etwas anzuheben und den Problembereich mit Epoxidharz auszugießen (so verteilt sich das Harz nur im hinteren Bereich). Sabo stimmt zu und wir hoffen, dass bis zu seiner Rückkehr vom Polen-Urlaub (06.08.) das Leck abgedichtet ist und das Boot wieder ins Wasser kann.

Montag, 20. Juli 2026

Ankunft Sabine und Sabo

Am späten gestrigen Abend sind Sabine und Sabo aus Österreich in Millienhagen angekommen und haben auf unserem Grundstück übernachtet. Heute Morgen sind sie dann in Barth bei der Werft Rammin angekommen, wo ihr Boot Neptun 25, Chili) aufgepallt steht, da ein Leck gefunden werden muss. Wir hatten ursprünglich mal überlegt, die Lecksuche mit Druckluft bei abgekebten Öffnungen durchzuführen, doch Sabo hat sich für die teurere und schnellere Methode durch Einkranen entschieden. Vor einigen hatte er ja den Ballastkiel geöffnet und den Ballast entfernt, um dem Wassereintritt auf die Spur zu kommen. Heute hat er im Büro mit dem Werftchef gesprochen und für morgen kurzfristig einen Krantermin bekommen.

Parallel wurde heute eine Neptun 22 eingekrant mit einem auffälligen pinkfarbenen Trailer. Der Besatzung konnte ich durch Aufschließen des Tores nach Feierabend einen Gefallen tun, da sie als Gastlieger keine Schlüssel haben. 

Abends haben sich dann Tanja, Jürgen, Toby, Sabine und Sabo auf meinem Boot zum Umtrunk getroffen. Es war eng aber gesellig. Auch das Wetter spielte mit, der böige Nordwind schlief gegen Abend ein und es gab einen schönen Sonnenuntergang.

Sonnenuntergang aus dem Cockpit gesehen

Sonntag, 19. Juli 2026

Barth

Morgens beim Aufwachen hörte ich den Regen auf das Deck und das Oberlicht prasseln und blieb gleich liegen. Gegen halb Zehn hörte der Regen auf und ich schälte mich aus meinem Schlafsack. Nach dem Frühstück hatte ich die richtige Idee, um meinen nicht funktionierenden Internetzugang (WLAN per Richtfunk zum Fähranleger) zum Laufen zu bringen. Eine Zwischenkupplung im Antennenkabel hatte sich gelockert und für Dämpfung gesorgt. Nach Anziehen der Verbindung lief es dann und ich konnte meine Mails endlich mal am Notebook betrachten. Für 14 Uhr hatte Tanja zum Essen eingeladen und ich ging pünktlich rüber zur Sunny. Es hat gut geschmeckt und anschließen gab es eine ausgedehnte Gassirunde über den Pferdehof und zurück durch die Barther Innenstadt. Nach einem Absacker auf der Sunny war ich dann gegen 19 Uhr wieder auf meinem Boot. Kurz darauf kam der nächste Regenschauer; ein Vorbote auf den morgigen Regentag.

Barth / Ralswiek

Der Besuch der Störtebeker Freilichtspiele sollte trotzdem stattfinden und Tanja hat telefonisch Karten reserviert für Samstag, den 18.07. Der Freitag war dann bei Christine und Christian mit Stralsund Besichtigung ausgefüllt und bei Tanja und Jürgen standen Überlegungen und Vorbereitungen zur Reparatur des Außenborders an. Es soll ein Elektrolüfter für die Luftversorgung im Schacht verbaut werden und dieser wurde auch bestellt, da er vor Ort nicht kurzfristig beschaffbar war. Ich habe auch Kleinigkeiten am Boot erledigt und Kühlwasser nachgefüllt (auch noch ein offenes Problem). Nachmittags gab es mit Toby eine ausgedehnte Gassirunde durch Barth.

Am Samstag wurde weiter auf den Booten gegammelt und gebastelt und um 15 Uhr ging es dann mit dem Auto von Jürgen nach Ralswiek, wo wir uns um 16 Uhr mit Christine und Christian verabredet hatten. Auf der Futtermeile in Ralswiek gab es dann erst einmal Fischbrötchen, Gemüsenudeln und Crêpe für mich. Nach einer ausgedehnten Hafenbesichtigung war es dann Zeit, zum Einlass zu pilgern. Die Vorstellung begann pünktlich um 20 Uhr und endete nach 22 Uhr mit einem Feuerwerk.

Freilichtbühne noch im Hellen

Finale im Dunklen

Feuerwerk zum Schluss

Danach war es dann Zeit, sich von die Christine und Christian zu verabschieden, da sie in den nächsten Tagen via Peenemünde den Heimweg nach Österreich antreten wollen. Wir (Tanja, Jürgen, Toby und ich) sind dann mit dem Auto zurück nach Barth, wo wir kurz nach Mitternacht ankamen und auch gleich in unsere Betten gingen.

Donnerstag, 16. Juli 2026

Barhöft → Barth

Ablegen und Aufbruch nach Scharprode war für 10 Uhr geplant und ich war schon startbereit, als Jürgen wieder Motorprobleme meldete. Diesmal konnte er reprodzierbar feststellen, dass im Stand bzw. Leerlauf zu viele Abgase im Schacht den Motor absterben lassen. Auspuff und Nebenauspuff funktionieren allerdings, der Außenborder hat sogar eine separate Luftzuführung über die Backskiste. Sobald aber der Deckel auf dem Motor war oder die Abdeckung geschlossen wurde, sank die Drehzahl bzw. der Motor starb ab. Damit wollte Tanja nicht weiter unterwegs sein und Christian hat sich bereit erklärt, zusammen mit Jürgen die Sunny nach Barth zurück zu segeln (der Ostwind hielt heute noch an). Ich bin den beiden dann mit meinem Boot gefolgt. Christine, Tanja und Toby blieben beim Wohnwagen in Barhöft.

Track Barhöft-Barth
   Length 2D: 13.056NM
   Moving time: 04:16:42
   Stopped time: 02:01:38
   Max speed: 4.42kn
   Avg speed: 3.05kn
   Started: 2026-07-16 11:30:03+02:00
   Ended: 2026-07-16 15:46:45+02:00

Nachdem wir in Barth die Boote festgemacht hatten, sind Christian, Jürgen und ich mit Jürgens Auto zurück nach Barhöft gefahren, wo wir wieder im Portofino zum Essen gingen und dankenswerterweise von Tanja und Jürgen eingeladen wurden. Anschließend gab es im Wohnwagen noch einen ausgedehnten Absacker.

Tanja war noch nüchtern und durfte Jürgen, Toby und mich wieder zurück nach Barth fahren.

Mittwoch, 15. Juli 2026

Barth → Barhöft

Heute fuhren wir (Christian und ich) dann zum Boot, zu zweit war der Einbau in einer guten Stunde erledigt. Der abschließende Test zeigte dann die Funktionsfähigkeit und ich war zufrieden.

Ausgebaute Motorkonsole

Motorkonsole mit zwischengeschaltetem Relais

Dann habe ich den Besuch gegen Mittag noch verabschiedet, noch ein paar Lebensmittel eingekauft und den Mietwagen zurückgebracht. Freundlicherweise hat mich der Servicemitarbeiter vom Autohaus noch zum Hafen gebracht, so dass ich gegen 15 Uhr Richtung Barhöft aufbrechen konnte, wo Tanja und Jürgen schon seit vorgestern waren. Tanja hat mir noch einen Liegeplatz reserviert, so dass wir nebeneinander an einem Fingersteg lagen. Leider hatten wir Ostwind, so dass ich die Strecke überwiegend unter Motor zurücklegen musste. Der Kühleralarm unterblieb dabei.

Auf dem Weg nach Barhöft

Blick zurück Richtung Westen

Christian und Christine wollten Tanja und Jürgen unbedingt kennenlernen und sind mit ihrem Wohnwagen auch nach Barhöft gefahren. Wir haben dann gemeinsam im Hafenrestaurant Portofino (da scheint ein neuer Wirt zu sein) gegessen. Wir wollen mit den Booten morgen weiter nach Schaprode und Christine und Christian wollen sich die Welterbestadt Stralsund ansehen. Für Samstag ist dann ein Treffen in Ralswiek geplant mit gemeinsamem Besuch der Störtebeker Freilichtbühne.

Track Barth-Barhöft

   Length 2D: 13.813NM
   Moving time: 03:39:14
   Stopped time: 00:09:00
   Max speed: 4.30kn
   Avg speed: 3.77kn
   Started: 2026-07-15 14:39:38+02:00
   Ended: 2026-07-15 18:18:52+02:00

 

Dienstag, 14. Juli 2026

Millienhagen / Barth

Zwischenzeitlich kam gestern noch Besuch von Christine und Christian, die beiden habe ich letztes Jahr auf meinem Elba-Törn kennengelernt. Sie sind mit Wohnwagen auf der Durchreise von Schweden zurück in ihre österreichische Heimat. Christian hat mir bei den Reparaturüberlegungen geholfen und ich habe in Barth versucht, ein Kfz-Relais mit Öffner zu bekommen. Beim Baumarkt gab es das nicht, aber bei einem Autohaus wurde ich gegen Spende in die Kaffeekasse fündig.

Motor mit ausgeschraubtem Temperaturwächter