Nach dem Frühstück um 10 Uhr haben wir in Prerow abgelegt und ich konnte streckenweise auf dem Fluss die Fock verwenden. Zur Sicherheit lief der Motor mit, da in einigen Flussschleifen der Wind direkt von vorne kam und ich nicht vertreiben wollte bzw. einem entgegenkommendem Ausflugsdampfer nicht mehr ausweichen kann. Auf dem Bodstedter Bodden merkten wir dann, dass der Wind noch nicht entscheidend nachgelassen hatte, quer über den Bodden waren die Schaumkronen zu sehen und wir mussten überwiegend gegenan. Damit das Boot nicht ständig aus dem Ruder läuft, hatte ich die Motordrehzahl erhöht und Tanja und Jürgen damit langsam abgehängt, offensichtlich war der Außenborder an ihrer 27er am Limit. Im Nadelstrom musste ich mich auf das Fahrwasser konzentrieren und danach, kurz vor Tonne R49 merkte ich dann, dass Tanja mich mehrmals angerufen hatte und auch die 27er nicht mehr zu sehen war. Sie hatten am Beginn des Nadelstroms mehrfach Grundberührungen und entschieden sich dann für das Umkehren. Gleichzeitig bekam mein Motor bei dem Gegenwind und erhöhter Drehzahl plötzlich Kühlprobleme und der Alarm ging an. Deshalb habe ich auch gewendet und bin mit der Fock und ohne Motor in den Bodstedter Bodden zurück gesegelt. Dort konnte ich mich etwas treiben lassen und nach dem Motor sehen. Der primäre Kühlkreislauf hatte zu wenig Wasser und am Verschluss klebte eine schwarze, teerartige Masse. Ich habe das Wasser wieder aufgefüllt und die Masse entfernt. Trotzdem kam nach Starten des Motors nach kurzer Zeit wieder der Kühleralarm. Tanja und Jürgen informierten mich zwischenzeitlich, dass sie nach Prerow zurückkehren. Für mich waren die nächsten erreichbaren Häfen auch nur gegen den Wind zu erreichen, also entschied ich mich auch wieder für Prerow. Bis zum Abzweig nach Prerow (Tonne P2) konnte ich segeln, danach musste ich den Motor quälen. Im Strom habe ich die Drehzahl auf 2.000 U/min reduziert und der Motor hat glücklicherweise durchgehalten.
Nach dem Anlegen sind wir zunächst essen gegangen und danach haben Jürgen und ich einen Blick auf meinen Motor geworfen. Es fehlten wieder 0,75 l Wasser im Primärkühlkreis und es klebte noch die teerartige Masse am Kühlerdeckel. Entweder ist der Primärkühlkreis durch irgendetwas verstopft oder die Kopfdichtung ist beschädigt. Ich werde morgen versuchen, bei mäßigem NW überwiegend unter Segeln Barth zu erreichen und hoffe auf einen zeitnahen Werkstatttermin. Tanja und Jürgen kehren auch nach Barth zurück. Falls das Boot länger ausfällt, muss ich mich um einen Mietwagen kümmern, da mein Touareg noch nicht repariert ist.
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| Track Prerow-Prerow |
Length 2D: 16.147NM
Moving time: 04:41:32
Stopped time: 00:36:50
Max speed: 5.40kn
Avg speed: 3.43kn
Started: 2026-07-08 10:09:21+02:00
Ended: 2026-07-08 14:50:53+02:00

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