Sonntag, 20. Juli 2025

Swinemünde → Yachtclub Peenemünde

Heute Morgen klingelte der Wecker um 4 Uhr. Nach einem schnellen Frühstück wollte ich noch in die Dusche, deshalb hatte ich bei der Liegeplatzverlängerung noch die NFC-Karte aufladen lassen. Nach dem (längeren) Weg zum Sanitärgebäude und kompletten Entkleiden in der Dusche stellte ich dann fest, dass die NFC-Karte leer war – Duschen also nicht möglich war. Um diese Uhrzeit war das Marinabüro auch noch nicht besetzt. Also Katzenwäsche am Waschbecken und zurück zum Boot. Dafür hätte ich lieber eine halbe Stunde länger geschlafen.


Um kurz nach 6 Uhr liefen wir aus und hielten uns möglichst weit links im Fahrwasser, da wir vor Swinemünde auch links abbiegen müssen. Die ersten 5 NM lief der Motor, da der Halbwind noch schwach war und wir Strecke machen wollten, dann kam versuchsweise zusätzlich die Fock zum Einsatz und brachte gleich einen halben Knoten mehr Vortrieb. Also wurde das Groß auch gehisst und die Maschine abgeschaltet. Es ging mit knapp 4 kn voran.


 Zwischendurch gab es mehrere kleine Flauten, die das Groß in der Dünung schlagen ließen. Deshalb habe ich noch einen Bullenstander gelegt. Damit ging es dann problemlos bis kurz vor die Insel Ruden, wo es dann ins Fahrwasser Richtung Peene (mit Raumwind) ging. Nach 9 h waren wir schon am Ziel und liefen in den ersten Hafen an der Peenemündung (Yachtclub Peenemündung) ein. 

Blick vom Hafenbistro in den Hafen auf unsere Boote

Nach längerer Zeit waren hier wieder die langen Heckleinen für Dalben gefragt. Nach dem Anlegeschluck ging es ins Hafenbistro zur Anmeldung und es gab auch gleich ein Fischbrötchen. Nach dem Klarieren der Boote und einem kleinen Nickerchen gab es noch einen längeren Schwatz mit meinem neuen Boxnachbarn (Gerd) und dann folgten schon das Abendessen im Hafenbistro und ein Verdauungsspaziergang an die Peenemündung mit Blick auf den Sonnenuntergang.

Abendstimmung an der Peenemündung

Nach dem Absacker auf der Jan ging es früh ins Bett, da der Tag lang war.

Track Swinemünde-Peenemünde

   Length 2D: 30.625NM
   Moving time: 08:24:41
   Stopped time: 00:36:20
   Max speed: 5.01kn
   Avg speed: 3.63kn
   Started: 2025-07-20 06:10:58+02:00
   Ended: 2025-07-20 14:39:19+02:00


Samstag, 19. Juli 2025

Swinemünde Hafentag

Da der passende Ostwind für die Rückfahrt nach Deutschland sich voraussichtlich morgen einstellt, bleiben wir noch einen Tag in Swinemünde. Es ist relativ warm und wir laufen zum Strand und baden in der Ostsee. Es ist lockerer aber ggf. auch gefährlicher als in Deutschland. Es gibt keinen abgegrenzten Schwimmerbereich und die Motorboote und Wassermotorräder fahren ziemlich nahe an die Schwimmer heran um dort zu ankern.

Ostseestrand bei Swinemünde

Im Marinabüro sagte man mir gestern schon als ich die optionale Liegeplatzverlängerung erwähnte, dass mein Liegeplatz morgen nicht mehr frei sein. Woher der Angestellte sich das aus den Fingern gesaugt hat, kann ich nicht nachvollziehen. Mein gestriger Liegeplatz wurde nicht belegt. Es war aber kein Problem, da ich sowieso noch zur Tankstelle wollte um den halb leeren Tank mit Marinediesel auffüllen zu lassen, da der morgige Schlag über die Ostsee ca. 30 NM lang ist und keine Alternativhäfen auf dem Weg liegen. Lt. Vorhersage können wir morgen bei der Oder Bank Boje zw. 6 und 9 kn NO erwarten. Vielleicht reicht das als Halbwind zum Segeln, da der Kurs entlang der Küste bei 314° liegt. Gegen Abend frischt der Wind dann auf 11 – 15 kn auf, dann wollen wir aber schon kurz vor dem Ziel sein und den als Raumwind genießen.

Das Abendessen war im Hafenrestaurant,  das Angebot und die Preise ähneln dem Neptun-Restaurant, geschmacklich kommt das Hafenrestaurant aber nicht mit.

Freitag, 18. Juli 2025

Wolin → Swinemünde

Ursprünglich sah die Planung für heute Wapnica vor, um dann  über die Stara Swina nach Swinemünde zu segeln. Bei genauer Betrachtung der Route fiel uns aber auf, dass es eine alte Brücke über die Stara Swina gibt, mit 4,5 m Durchfahrtshöhe. Damit war der Plan gestorben, deshalb ging es heute direkt nach Swinemünde über den Kaiserkanal.

Ciao Wolin

Direkt vor dem Hafen von Wolin wurden die Segel gesetzt. Bei mir Groß und Fock, auf der Jan der Blister.

Die Jan mit Blister vor mir

Fahrrinne vor Wolin zur Ansteuertonne wird ausgebaggert

Bis zur Ansteuertonne von Wolin ging es relativ gemächlich voran mit schwachem NO Wind. Nach der Ansteuertonne mit Halbwind ging es flotter voran und der Wind frischte auf, so dass zeitweise 4,5 kn auf der Logge zu sehen waren. Bis zum Beginn des Kaiserkanals konnten wir segeln (und mussten einigen Stellnetzen ausweichen), danach ging es mit Maschine im Kanal weiter, da der Wind direkt von vorn kam.

Kaiserkanal

Liegeplatz an einem ziemlich maroden Steg

Um 15:30 war die Marina Swinemünde erreicht, die wie üblich sehr voll war und wenig freie Gastliegeplätze hatte. Am Steg 7 sind wir fündig geworden, der Weg zum Sanitärgebäude ist nicht der kürzeste. Es war ein überraschen schöner Segeltag, der die Vorhersagen (Schwachwind) deutlich übertroffen hat.

Nach dem Anlegeschluck und dem Besuch im Hafenbüro folgte eine Einkaufsrunde zum Lidl im Ort. Danach ging es wie die Besuche zuvor in das Neptun-Restaurant in der Fußgängerzone. Wir wurden nicht enttäuscht, es schmeckte wieder vorzüglich. Nach dem obligatorischen Absacker bei mir an Bord freuen wir uns auf die Nachtruhe genau so wie die Mücken, die zahlreich vorhanden waren.

 

Track Wolin-Swinemünde

   Length 2D: 21.386NM
   Moving time: 06:09:38
   Stopped time: 00:32:10
   Max speed: 4.99kn
   Avg speed: 3.47kn
   Started: 2025-07-18 09:06:00+02:00
   Ended: 2025-07-18 15:15:38+02:00


Donnerstag, 17. Juli 2025

Stepnica → Wolin

Da das heutige Ziel mit ca. 18 NM etwas weiter ist, sind wir schon um 9 Uhr aufgebrochen. Die Nacht war ruhig und dank der Mückengaze vor dem Fenster und dem Niedergang hielt sich das Blutopfer an die Mücken in Grenzen. Vormittags war WNW 11 – 16 kn angekündigt, der sich bis zum Nachmittag abschwächen soll und auf N dreht; zudem soll ab 11 Uhr ein Regengebiet durchziehen. Gleich nach dem Hafen habe ich das Groß gesetzt und wir sind Richtung Fahrwasser der Oder in Richtung W motort. Auf diesem Stück war es sehr krautig und die Schrauben setzten sich zu. Deshalb sind wir Richtung Süd zum offiziellen Fahrwasser aus Stepnica heraus ausgwichen. Ich konnte das dann mit Kreuzschlägen segeln. Leider fing es jetzt schon an zu regnen, die entsprechenden Böen ließen nicht auf sich warten und die Sicht war stark reduziert. In Höhe Trzebież ist die Oder sehr eng und wir mussten bei dieser Sicht im Fahrwasser segeln. Glücklicherweise ging ein Frachter vor uns durch und danach kam erst einmal kein Schiff mehr (AIS sei Dank). Ursprünglich wollten wir nach der Engstelle den direkten Kurs auf Wolin anlegen, da aber ein Stellnetz nach dem anderen auf Steuerbord auftauchte und die Sicht schlecht blieb, entschied ich mich, rechts neben dem Fahrwasser zu bleiben. Hart am Wind und gegen die Welle lief die Whisky nur 3 – 3,5 kn. Da ich beim Fahrwasser blieb, wurden aus den geplanten 18 NM bei mir dann 24 NM, die ich auf dem letzten Stück mit Raumwind und über 5 kn zurücklegen konnte. Vor der Ansteuertonne von Wolin kamen dann die Segel herunter ich lief zusammen mit einer Gruppe von 6 schwedischen Boden am Tonnenstrich mit Maschine nach Wolin ein. Ich war eigentlich überzeugt, die Jan abgehängt zu haben, da sie im Regen hinter mir irgendwann nicht mehr zu sehen war. Um so überraschter war ich, als Jürgen mir über Funk mitteilte, dass sie fest gemacht hätten während ich noch auf den Hafen zu lief. Die Jan hatte die Abkürzung durch die Stellnetze genommen und mich dadurch überholt. Tanja und Jürgen hatten mir schon einen Liegeplatz organisiert, da es mit den 6 schwedischen Booten (die wohl auch reserviert hatten) eng wurde.

Etwas chaotische Elektrik wg. polnischer Steckdosen statt CEE

 
Liegeplatz an am Ende der Kaimauer

Ganz am Ende des Kais liegen wir

Nach dem Anlegeschluck und Aufräumen des Bootes ging es zum Hafenmeister und anschließend folgte noch eine Gassirunde mit Tobi, die uns auch an einer Eisdiele vorbei führte.

Heute Abend geht es wieder in die Pizzeria, in der wir vor 2 Jahren schon einmal waren.

Track Stepnica-Wolin

   Length 2D: 20.990NM
   Moving time: 05:18:51
   Stopped time: 00:37:40
   Max speed: 5.44kn
   Avg speed: 3.94kn
   Started: 2025-07-17 09:06:29+02:00
   Ended: 2025-07-17 14:25:20+02:00


Mittwoch, 16. Juli 2025

Trzebież → Stepnica

Heute konnten wir ausschlafen, da wir nur einen kurzen Schlag auf die andere Oderseite geplant hatten. Tanja war noch bei der Tankstelle und hat für die Jan den Reservekanister füllen lassen. Um 10 Uhr wurden die Leinen losgeworfen und direkt vor dem Hafen konnte ich gleich das Groß setzen. Per Raumwind (NW) ging es zunächst gemächlich Richtung Hauptfahrwasser, was wir dann kreuzten.

Ciao Ziegenort

 

Oder-Fahrwasser voraus

Nach Umfahrung von Stellnetzen zeigte bei Halbwind die Logge zwischenzeitlich 5,5 kn an. Nach 1 ½ h waren wir schon am Ziel und die Segel kamen herunter. Stepnica bietet drei Liegemöglichkeiten: Fischerhafen, Sportboothafen  neben dem Fischerhafen und eine Vereinsmarina in einem kleinen Kanal nördlich vom Ort. Wir haben uns für den Kanal entschieden und die Entscheidung nicht bereut. Der Kanal ist auf einem knappen Kilometer Länge beidseitig mit Booten belegt. Wir sind ganz rein gefahren und haben zwei schöne Liegeplätze kurz vor dem Ende in der Nähe des Servicegebäudes ergattert.

Liegeplatz im Kanal
 
Nochmal der Kanal, unsere Boote im Hintergrund

Es ist idyllisch und ruhig hier, ein kurzer Spaziergang brachte uns in den Ort, wo wir uns in einem Imbiss mit Außensitzgruppe stärken konnten. Auf dem Rückweg holten wir beim Supermarkt noch etwas Kuchen für den Nachmittagskaffee. Danach war chillen angesagt. 

Track Ziegenort-Stepnica

   Length 2D: 4.859NM
   Moving time: 01:37:30
   Stopped time: 00:47:40
   Max speed: 4.29kn
   Avg speed: 2.97kn
   Started: 2025-07-16 10:03:37+02:00
   Ended: 2025-07-16 11:41:07+02:00


Dienstag, 15. Juli 2025

Altwarp → Trzebież (Ziegenort)

Nach einer ruhigen Nacht (nicht einmal die früh herausfahrenden Fischer konnten mich wecken) sind wir um 10 Uhr Richtung Polen aufgebrochen. Im Tonnenstrich aus dem Hafen heraus stand der Wind direkt auf dem Bug, so dass ich das Groß gleich setzen konnte. Danach konnte ich etwas abfallen und an den Stellnetzen vorbei am Wind mit ca. 2,5 kn Richtung NO segeln.

 

Nach den Stellnetzen konnten wir Kurs Richtung Trzebież setzen, aber leider ermöglichte der schwächer werdende Raumwind kaum noch ein Vorwärts kommen. Von SW türmten sich zunehmend dunkle Wolken auf und ab 17 Uhr waren im Zielhafen Niederschläge und Gewitter vorhergesagt. Deshalb haben wir ab 12:30 Uhr die Motoren angeworfen und die Segel geborgen. Mangels guter Mobilfunkverbindung konnte ich die aktuellen Wolkenradar-Bilder nicht abrufen. Aus diesem Grund hat uns das einsetzende Gewitter kurz vor dem Ziel dann doch etwas überrascht – obwohl die dunklen Wolken ein deutlicher Hinweis waren. Wir durften mal wieder im Regen anlegen. Es war aber nicht so schlimm wie in Karnin und wir konnten uns nach dem Festmachen an den Fingerstegen schnell in die Boote verkriechen.

Liegeplatz in Ziegenort, aufgenommen am Folgetag bei Sonne 😎

Nach dem Anlegebier, dem Regenschauer und dem Besuch beim Hafenmeister gab es eine Hunderunde mit Besuch beim Geldautomaten, damit ich Sloty zapfen konnte. Heute Abend geht es zum Essen ins Restaurant Potowa gleich neben dem Hafen.

Selfie im Regen vor dem Restaurant

Dort hatten wir vor drei Jahren Piroggen gegessen und das wurde heute wiederholt. Zunächst dachten wir, das Restaurant wäre geschlossen, aber nachdem Tanja geklingelt hatte, wurde geöffnet und wir waren zunächst die einzelnen Gäste. Später verirrte sich noch ein dänisches Paar ins Restaurant. Die Piroggen hatten in der Erinnerung besser geschmeckt, aber das Essen war trotzdem gut und günstig. Beim Essen kam der nächste Regenschauer herunter und wir sind noch etwas sitzen geblieben, damit der schlimmste Guss uns nicht trifft. Danach ging es hurtig zu den Booten und unserem Absacker.

Track Altwarp-Ziegenort

   Length 2D: 13.520NM
   Moving time: 04:24:51
   Stopped time: 01:43:56
   Max speed: 4.56kn
   Avg speed: 3.05kn
   Started: 2025-07-15 09:42:21+02:00
   Ended: 2025-07-15 14:31:22+02:00


Montag, 14. Juli 2025

Seezentrum Usedom → Altwarp

Trotz schlechter Wetteraussichten sind wir aufgebrochen. Im Regen ging es zurück aus dem See bei Usedom ins Haff und dann im Hauptfahrwasser Richtung Osten. Dort hörte der Regen auf und es wurde warm und dampfig. Wg. des unbeständigen Wetters behielten wir die Regenhosen an und schwitzten entsprechend. Da der Wind wie angekündigt zu schwach war, gab es wieder eine Motoretappe. In Altwarp wurden erst einmal kurze Hosen angezogen und da das Bäckerauto vorfuhr, gab es gleich süße Teilchen und Kaffee auf dem Boot (nach dem Anlegebier natürlich).

Blick zurück auf die Eisenbahnbrücke in Karnin
 

Liegeplatz in Altwarp

Am Abend wird es schön

Leider hat das Haff-Stübchen, welches wir von unseren vergangenen Törns kennen und schätzen, montags geschlossen. Deshalb ging es zu Gregors Fischstube, die dem Haff-Stübchen in nichts nachsteht. Nach einem Abendspaziergang und einem Absacker bei Tanja und Jürgen auf dem Boot legten wir uns schlafen.

Track Seezentrum Usedom-Altwarp

   Length 2D: 18.304NM
   Moving time: 04:19:18
   Stopped time: 07:13:39
   Max speed: 4.55kn
   Avg speed: 4.21kn
   Started: 2025-07-14 09:09:00+02:00
   Ended: 2025-07-14 20:34:28+02:00